OS X Mountain Lion Überblick
User Interface
Wie wir es von Apple gewohnt sind, wurde viel in Wert in die Ausarbeitung von Details gelegt.
So wurde unter anderem das Icon, welches ausschließlich beim Aufnehmen von Screenshots zu sehen ist, gegen eine vereinfachte, schwarze Version ausgetauscht.
Die Markierung von aktiven Programmen im Dock wurde ebenfalls überarbeitet. 
Auch haben viele Icons in den Systemeinstellungen ebenfalls minimalistische Verbesserungen erhalten, welche ausschließlich im direkten Vergleich mit den Lion-Icons sichtbar werden.

Der Fortschritt eines Downloads oder eines Kopiervorganges wird unter Mountain Lion direkt im Icon der Datei angezeigt.
Teilen
Gleich an mehreren Stellen in OS X Mountain Lion wurde die Möglichkeit zum “Teilen” von Dokumenten, Bildern, Terminen und Kontakten via Twitter, Facebook, E-Mail oder Nachricht integriert.

Im Finder findet sich nun ein “Teilen“-Button in der Symbolleiste des Finder-Fensters und auch in Quicklook ist dieser Button am oberen, rechten Rand zu finden. Ein Klick auf den “Teilen“-Button öffnet ein Menü mit den Auswahlmöglichkeiten “E-Mail“, “Nachricht“, “AirDrop“, “Twitter“, “Flickr” und “Facebook“.
Diktieren
Eine unserer Lieblingsfunktionen in Mountain Lion ist es, Texte zu diktieren.
In den Systemeinstellungen wurde der Punkt “Sprache” (Lion) in “Diktat & Sprache” (Mountain Lion) umbenannt. Dort finden sich nun Einstlellungen zur neuen Diktierfunktion, welche systemweit bei Texteingaben verwendet werden kann.

Um die Diktierfunktion zu nutzen kann diese über den Menüpunkt “Diktat starten” oder durch einen Kurzbefehl aktiviert werden. Beendet wird die Aufnahme durch Esc oder fn.

Nachrichten
Die Nachrichten-App hat von der für Lion verfügbaren Beta-Version 6.1 bis zur finalen Version 7.0 in Mountain Lion gleich eine Versionsnummer hinter sich gelassen. Sie bietet vergleichbare Funktionen wie man es von iMessage unter iOS gewohnt ist.
Gatekeeper & Sicherheit
Die unter Mountain Lion neu eingeführte “Gatekeeper“-Funktion soll den allgemeinen Mac-Nutzer vor schadhafter Software schützen und greift dabei konsequent durch.
Die Ausführung von Programme welche von nicht verifizierten Entwicklern stammen, können nicht geöffnet werden, da die “Sicherheitseinstellungen nur die Installation von Apps aus dem Mac App Store und von verifizierten Entwicklern erlauben“.

Ob gut oder schlecht, kann jeder selber entscheiden, es ist zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Was Apple in dieser Meldung verschweigt ist, dass man das Öffnen von Apps aus nicht verifizierten Qullen über die rechte Maustaste und dem Menüpunkt “Öffnen” für zukünftiges Ausführen auch zulassen kann.

Alternativ lässt sich Gatekeeper auch in den Systemeinstellungen unter “Sicherheit” von der standardmäßig für “Programme aus folgenden Quellen erlauben” gesetzten Option “Mac App Store und verifzierte Entwickler” auf die Option “keine Einschränkungen” wählen.


Beim Wechsel auf die Option “keine Einschränkung” erscheint eine ausdrückliche Warnung, dass das System hierdurch weniger sicher ist. – Übrigens interessante Wortwahl an dieser Stelle, “weniger sicher“. ;-)
Einen weiteren Schritt Richtung Sicherheit hat Apple in Hinsicht auf die Privatsphäre gemacht und erlaubt Anwendungen den Zugriff auf Kontakte und den Standort ausschließlich mit Zustimmung des Nutzers.

Hier sollte Apple vielleicht den Button “Nicht erlauben” als Vorauswahl setzen, da Hinweise, meist aus Gewohnheit, mit “OK” weggeklickt werden.
Bereits gewährte Zugriffsrechte können in den Systemeinstellungen unter “Sicherheit” und dem Reiter “Privatspähere” verwaltet werden.
Aber auch der Zugriff auf Ortungsdienste und Twitter kann je Applikation separat eingestellt werden.


Kalender (ehem. iCal)
Die offensichlichste Änderung der iCal-App ist die Namensanpassung an iOS, hin zur “Kalender“-App und auch sonst wurde viel am OS X Kalender getan.
Neben der lange ersehenten Funktion, Kalenderwochen oder wie Apple sagt “Wochenzahlen“, anzeigen zu lassen, feiert auch die Kalenderseitenleiste, welche in Lion als simples Menü realisiert wurde, in Mountain Lion ein rivival.
Beim Erstellen oder Ändern eines Terminanfang oder -endes, wird nun in den Informationen ein kleiner Kalender (Date Picker) angezeigt.
Und auch die Kalendersuche erhält in Mountain Lion eine Spalte für Suchergebnisse auf der rechten Seite und untersützt, wie auch Mail, sog. “Search Tokens”.

Kontakte (ehem. Adressbuch)
Auch die ehem. Kontakte-App wurde namentlich an das iOS-Äquivalent angepasst und heißt unter Mountain Lion nun schlicht “Kontakte“.
Die unter Lion leicht verloren gegangenen Kontakt-Gruppen wurden unter Mountain Lion offensichtlicher integriert und erlauben nun das einfache Gruppieren von Kontakten.
Dashboard
Das, erstaunlicher Weise immer noch vorhandene, Dashboard erhält unter Mountain Lion beim Bearbeiten der Widgets einen Launchpad ähnlichen Look inklusive Widget-Suche.

Softwarekautalisierung im App store
Die bisher etwas unauffällige Softwareaktualisierung im Apfel-Menü innerhalb der Menüleiste wurde nun komplett in den App Store integriert.
Fazit
Das Update auf OS X Mountain Lion bringt wenige überraschende Features oder Neuerungen. Es wurde allerdings viel an den Details gearbeitet und darin steckt ja bekanntlich auch der Teufel.
Ob sich ein Update auf Mountain Lion für 15,99 Euro lohnt, muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden.
Nichtunterstützte Macs
- iMac (iMac5,1, iMac5,2, iMac6,1); Spät 2006
- MacBook (MacBook2,1, MacBook3,1, MacBook4,1); Früh 2008 & Vorgänger
- MacBook Pros (MacBookPro2,1, MacBookPro2,2); vor Juni 2007
- MacBook Air (MacBookAir1,1); Original 2008
- Mac mini (Macmini2,1); Mitte 2007
- Mac Pro (MacPro1,1, MacPro2,1); 2006 & 2007
- Xserves (Xserve1,1, Xserve2,1); Spät 2006 und Früh 2008






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